Projekte


Entwicklungsprojekt 2011/2012 unserer Pfarrei in der Westukraine

Jesuitenpater Robert Hotz engagiert sich schon 40 Jahre leidenschaftlich in der Ukraine, dazu sagt er: “Not kennt weder Religion noch Politik. Leider hat sich angesichts der weltweiten Finanzkrise auch die Lage in der Ukraine ganz erheblich verschlechtert. Die Kriminalität und die Arbeitslosigkeit nehmen infolge der Inflation von 20 % täglich zu, alles wird teurer. Die Regierungsmannschaft beschäftigt sich weit mehr mit internen Querelen als mit Behebung der Krise. Natürlich wirkt sich die Zahlungsunfähigkeit des Staates auch auf des Gesundheits- und Bildungswesen aus. Wir versuchen zu helfen, wo immer die Not am Grössten scheint. Aber das ist gar nicht immer einfach. Wir arbeiten oft im Verborgenen. So hat praktisch niemand Notiz davon genommen, dass die Atomkatastrophe von Tschernobyl das Sehvermögen von Kindern erheblich beeinträchtigte. Diese Gendefekte können dann auch weitervererbt werden. Frau Irina Mota und ich haben in L’viv zwei Rehabilitätszentren aufgebaut, die jedoch weitgehend die
einzigen geblieben sind.“

Wir unterstützen mit unserem Beitrag folgende Projekte in der Westukraine:
-Ausbau der kinderzahnärztlichen Klinik in L’viv
-Renovation der Kindermusikschule von L’viv (600 Schüler)
-Ausbau eines Flügels des Milizspitals von L’viv für die Behandlung der verstrahlten Liquidatoren der Atomkatastrophe von Tschernobyl


Ukraine
Pater Robert Hotz sagte in einem Interview folgendes: „Obwohl die Ukraine sehr unter dem sowjetischen System gelitten hat, geht es dem Land heute schlechter als in den Jahren des kommunistischen Regimes und zwar wirtschaftlich und politisch. „Das Land an der Grenze“ dies die Bedeutung des Wortes Ukraine, ist ein zerrissenes Land. Einzig kulturell, vor allem im Bereich der Musik blüht die Ukraine: Es gibt ausgezeichnete Opernensembles und Sinfonieorchester. Zudem besitzt wohl kaum ein Land eine reichere Volksliedtradition. In der Westukraine ist die Bevölkerung sehr gläubig. Nebst drei orthodoxen Kirchen gibt es die unierte, die den Papst anerkennt. Dabei sind die Liturgien praktisch identisch. <Wie man betet, so glaubt man>. Alle vier Kirchen glauben demensprechend dasselbe. Ihre Trennung ist religiös widersinnig und weitgehend politisch motiviert.“ Texte aus Briefen und Interviews von Pater Robert Hotz SJ


Robert Hotz


Portrait Pater Robert Hotz SJ (1935)
Dr. theol., Lic.phil., ist Journalist und war lange Zeit für verschiedene Rundfunkstationen als Berichterstatter über Russland und den osteuropäischen Raum sowie als Dozent an der HSG, bzw. Universität St. Gallen tätig. Er ist zudem Professor h.c. der Staatlichen Medizinischen Universität von L’viv (Lemberg) und Ehrenbürger dieser Stadt. Er leitet das von ihm gegründete „Ostreferat“, das europaweit in Presse, Radio und Fernsehen über die Geschehnisse in Ostmitteleuropa, im Balkan, in Russland und der GUS – einem Zusammenschluss verschiedener Nachfolgestaaten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion – mit den Schwerpunkten Ukraine und Polen. Vor 20 Jahren – nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion - rief Pater Robert Hotz die „Hilfsaktion Westukraine“ in L’viv (Lemberg) ins Leben. Mit motivierten, einheimischen Helfern gründete er ein eigenes Hilfswerk. Anfangs stand die Renovation von fünf Waisenhäusern in Lemberg an, danach hat er sich dem Ausbau von Spitälern zugewandt, die in lamentablem Zustand waren.


Ein Angebot der Pfarrei Küssnacht "Familie-Fiire"

In unserer Pfarrei können im Sekretariat „Familie-Fiire“ ausgeliehen werden. Das Konzept stammt aus Illgau, wo findige Frauen diese spezielle Form des Feierns in der Familie entwickelt haben:

Das Prinzip entspricht dem einer Bibliothek oder einer Ludothek. Doch anstelle eines Spielzeugs oder eines Buches wird hier gleich eine ganze Schachtel ausgeliehen. Je nach Etikettenfarbe (gelb, orange oder grün) befindet sich in der Schachtel Material zu einem biblischen, einem jahreszeitlichen oder einem allgemeinen Thema. Mit Hilfe der beigelegten Anleitung können Eltern oder Grosseltern mit den Kinder eine einfache, kurze Feier machen. Alles dazu Benötigte liegt der Schachtel bei. Einzig Gegenstände, die in jedem Haushalt zu finden sind (z.B. Farbstifte, Papier, Zündhölzer...) werden zusätzlich gebraucht.

Inhaltlich erarbeitet wurden die „Familien-Fiiren“ von den oben erwähnten Illgauer Frauen. Dennoch fiel in Küssnacht einiges an Arbeit an: Dutzende von kleinen Gegenständen mussten gekauft oder gebastelt werden, Säcklein wurden genäht, Samichlaus-Hüte und Martinsgewänder... . Schlaghölzer wurden zugeschnitten, Kopien gemacht. Das Laminiergerät lief zeitweise heiss! Zum Schluss galt es, all die unzähligen Gegenstände, Blätter usw. der richtigen Schachtel zuzuordnen, zu kontrollieren und nochmals zu kontrollieren.

Beim Start des Projektes war Vikar Martin Rohrer noch dabei. Inzwischen handelt es sich um eine reine Frauengruppe: Agnes Betschart, Brigitte Suter, Carmen Schatt, Verena Schnellmann und Claudia Zimmermann. Diese fünf Frauen sorgen dafür, dass die Schachteln stets à jour bleiben. Die Ausleihe übernimmt in verdankenswerter Weise unser Pfarreisekretär Peter Büeler, fallweise auch seine Frau Maria Büeler.

Über vierzig Schachteln können ausgeliehen werden. Ideen für weitere Themen sind sowohl in Illgau als auch in Küssnacht vorhanden! Gerne nehmen wir auch Ihre Wünsche und Anregungen entgegen.

Ausleihe:

Während den Öffnungszeiten des Pfarreisekretariates:

Mo – Fr von 8.30 bis 10.30 und von 15.00 bis 17.30 Uhr (Mittwochnachmittag geschlossen).

Die Ausleihgebühr beträgt Fr. 3.- pro Schachtel für eine Dauer von 14 Tagen (Verlängerung nach Absprache möglich).


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