Projekte

Unser neues Entwicklungsprojekt in Burundi 2010/2011

Unser Entwicklungsprojekt im Jahre 2010/2011 befindet sich im zentralafrikanischen Land Burundi. Ein grosser Prozentsatz der ca. sechs Millionen Einwohner ist christlich. Die Schönstatt-Patres arbeiten seit 1974 in diesem Land. Zunächst waren sie in Mutumba, einer grossen Pfarrei auf dem Land tätig. Dann hat sie die Arbeit mit der Schönstatt-Bewegung in die Hauptstadt Bujumbura geführt. Im Oktober 1994 wurde das Zentrum Mont Sion Gikungu eingeweiht. Das soziale Engagement der Schönstatt-Patres in Burundi bewegt sich mit zwei Flügeln:

Erster Flügel
Die Schönstatt-Gemeinschaft unterhält im Bewegungs- und Wallfahrtszentrum am Stadtrand der Hauptstadt Bujumbura eine öffentliche Caritas mit eigenem Gebäude. Diese Caritas wird von einer einheimischen Schwester zusammen mit dem Obern der Gemeinschaft geleitet und von einem Assistenten unterstützt. Einmal in der Woche kommt zudem eine Krankenschwester zu Hilfe, die das Personal und viele Hilfsbedürftige aus der näheren Umgebung berät, behandelt und mit Medikamenten versorgt. Diese Caritas wurde von Pater Karl Widmer ab 1994 aufgebaut.

Der zweite Flügel
ist eine Stiftung „Mariya arafasha“ (Maria Hilf), die vor 3 Jahren vom burundischen Mitbruder P. Déo Maruhukiro in Zusammenarbeit mit einigen Laien gegründet wurde und sich für grössere soziale Entwicklungsprojekte einsetzt (Strassenkinder, Lehrlingsausbildung, Atelier für Frauen, Schulprojekte und Friedensförderung).

Die Caritas berücksichtigt vor allem 4 Gruppen von Hilfsbedürftigen:
- Arme der näheren Umgebung (Nahrung und Kleider)
- Kranke und Behinderte (Arzt- und Spitalkosten, Medikamente)
- Geschwächte Kinder (Kleider und Milchpulver)
- Mittellose Schüler und Studenten (Schulgeld, Schulmaterial, Hilfe bei Krankheit)

Weitere Aufgaben und Scherpunkte sind:
Erwachsenenbildung, Betreuung der Jugendbewegung. In Burundi ist die Schönstatt-Bewegung hauptsächlich eine Jugendbewegung mit etwa 30 000 Mitgliedern.

Für diese verschiedenen Hilfsaktionen und Projekte braucht es natürlich auch Geld. So wollen wir im kommenden Jahre dieses wichtige Entwicklungsprojekt in Burundi mit unseren Opfergeldern und dem Beitrag der Kirchgemeinde unterstützen. Die Schönstatt-Patres vor Ort (Pater Zingg, Pater Landolt und Pater Anicet) freuen sich über das Wohlwollen und unsere Solidarität. Sie danken jetzt schon herzlich für jede Unterstützung. Das Projekt wird in Küssnacht in den Sonntagsgottesdiensten vom 30./31. Oktober 2010 vorgestellt.

Kath. Pfarreirat und Pfarramt
Küssnacht am Rigi




Zum Projekt in Lagawe, Philippinen

Siehe auch Rundbrief 1 [827 KB]

Im Gottesdienst vom 15. August 2008 wurden Tom Baumann und Melanie Nansoz zusammen mit ihren beiden Kindern ausgesandt für einen dreijährigen Einsatz in den Philippinen. Tom Baumann erzählte im Gottesdienst, was ihn und seine Frau in nächster Zukunft erwartet:

Wo liegt unser neues Zuhause?

Unser Projekt befindet sich im Norden der Philippinen. Die Stadt Lagawe wird ab Dezember unser neues Zuhause werden und ist mit ca. 18'000 Einwohner die Hauptstadt der Provinz Ifugao. Die Mountain Province und Ifugao gehören zum Apostolische Vikariat Bontoc-Lagawe, wo schon seit einigen Jahr mit der Bethlehem Mission Immensee zusammenarbeitet und unser Projektpartner ist.
Die Lokalsprachen in Lagawe sind Ilocano und Englisch.

Korruption als drängendes Problem
Wirtschaftlich gehören beide Provinzen zu den ärmsten der Philippinen. Es ist eine traurige Tatsache, dass die Korruption bei der Planung und Ausführung von Bauwerken enorm hoch ist. Bauprojekte sind auf den Philippinen eine lukrative Möglichkeit, grössere Geldsummen in das eigene Portemonnaie zu stecken.
Das Vikariat versucht seit seiner Gründung durch diverse Aktivitäten der Korruption entgegenzuwirken.

Seit sieben Jahren wird versucht Korruption bei der Planung und Ausführung von Bauprojekten aufzudecken und aufzuzeigen. Obwohl die Baubudgets meistens viel zu hoch kalkuliert werden, bleibt für die ausführenden Bauunternehmungen am Schluss so wenig Geld übrig, dass Bauwerke nicht vollständig und oft mit massiven Mängeln erstellt werden und somit Menschen gefährden.

Neue Strategie

Die neue Strategie ist es, Baufachleute innerhalb der kirchlichen Organisation zu mobilisieren und auszubilden. Ich als Bautechniker und meine Frau als Primarlehrerin werden die Freiwilligen-Teams bei der Umsetzung unterstützen. Zu unseren Aufgaben gehört die Ausbildung und Begleitung von Freiwilligen bei der Überwachung staatlich finanzierter Bauwerke wie Strassen, Brücken und Infrastrukturbauten. Damit verbunden sind regelmässige Besuche der Freiwilligen in zum Teil abgelegenen Berggebieten. Diese Besuche geschehen in Begleitung eines Einheimischen.

Ein wichtiges Oberziel ist die Korruptionsbekämpfung durch aktive Sensibilisierung, Bekanntmachung von verdeckten Tatsachen, Mithilfe und Betreuung, Beratung und Begleitung.

Sprachaufenthalt

Durch den dreimonatigen Illocano-Sprachaufenthalt in Manila hoffen wir, den ersten Schritt zu machen, damit die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung einfacher wird. Auch kulturell möchten wir uns vorbereiten auf alles, was neu auf uns zukommt.

Wir hoffen mit unserem Personaleinsatz einen kleinen Beitrag gegen Ungerechtigkeit zu leisten und die Zukunft von benachteiligten Mitmenschen nach Möglichkeit zu verbessern.


rundbrief2.pdf [598 KB]


Neues Angebot in der Pfarrei Küssnacht "Familie-Fiire"

Am 14. November war im Monséjour der Auftakt zu einem neuen Angebot in unserer Pfarrei: Ab sofort können im Pfarreisekretariat „Familie-Fiire“ ausgeliehen werden. Das Konzept stammt aus Illgau, wo findige Frauen diese spezielle Form des Feierns in der Familie entwickelt haben:

Das Prinzip entspricht dem einer Bibliothek oder einer Ludothek. Doch anstelle eines Spielzeugs oder eines Buches wird hier gleich eine ganze Schachtel ausgeliehen. Je nach Etikettenfarbe (gelb, orange oder grün) befindet sich in der Schachtel Material zu einem biblischen, einem jahreszeitlichen oder einem allgemeinen Thema. Mit Hilfe der beigelegten Anleitung können Eltern oder Grosseltern mit den Kinder eine einfache, kurze Feier machen. Alles dazu Benötigte liegt der Schachtel bei. Einzig Gegenstände, die in jedem Haushalt zu finden sind (z.B. Farbstifte, Papier, Zündhölzer...) werden zusätzlich gebraucht.

Inhaltlich erarbeitet wurden die „Familien-Fiiren“ von den oben erwähnten Illgauer Frauen. Dennoch fiel in Küssnacht einiges an Arbeit an: Dutzende von kleinen Gegenständen mussten gekauft oder gebastelt werden, Säcklein wurden genäht, Samichlaus-Hüte und Martinsgewänder... . Schlaghölzer wurden zugeschnitten, Kopien gemacht. Das Laminiergerät lief zeitweise heiss! Zum Schluss galt es, all die unzähligen Gegenstände, Blätter usw. der richtigen Schachtel zuzuordnen, zu kontrollieren und nochmals zu kontrollieren.

Beim Start des Projektes war Vikar Martin Rohrer noch dabei. Inzwischen handelt es sich um eine reine Frauengruppe: Agnes Betschart, Marlis Hess, Carmen Schatt, Verena Schnellmann und Claudia Zimmermann. Diese fünf Frauen sorgen dafür, dass die Schachteln stets à jour bleiben. Die Ausleihe übernimmt in verdankenswerter Weise unser Pfarreisekretär Peter Büeler, fallweise auch seine Frau Maria Büeler.

Über vierzig Schachteln können ausgeliehen werden. Ideen für weitere Themen sind sowohl in Illgau als auch in Küssnacht vorhanden! Gerne nehmen wir auch Ihre Wünsche und Anregungen entgegen.

Ausleihe:

Während den Öffnungszeiten des Pfarreisekretariates:

Mo – Fr von 8.30 bis 10.30 und von 15.00 bis 17.30 Uhr (Mittwochnachmittag geschlossen).

Zusätzlich an folgenden Sonntagen von 10.15 bis 11.00 Uhr:

29. November, 6. Dezember, 13. Dezember, 17. Januar

Die Ausleihgebühr beträgt Fr. 3.- pro Schachtel für eine Dauer von 14 Tagen (Verlängerung nach Absprache möglich).


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